Wenn Kinder ihre ersten Schritte außerhalb der elterlichen Obhut in freundlicher und wohlbehüteter Umgebung tun können, so ist das ein großes Glück. Unsere Elterninitiative „Kinderstube Abeona“ ist nach der römischen Schutzgöttin benannt, die genau diese ersten kindlichen Gehversuche ohne Eltern liebevoll begleitet.
Abeona
Der Wunsch, die Kinder in familiären übersichtlichen Betreuungsverhältnissen zu wissen, an deren Gestaltung aktiv mitgewirkt werden kann, war Motivation und Antrieb für die Gründung unserer eigenen Einrichtung: so entstand aus einer engagierten Elternschaft und sehr gut ausgebildeten motivierten Waldorfpädagog*innen der Verein „Kinderstube Abeona e.V.”.
Wir haben lange an der Überwindung bürokratischer Hürden gearbeitet, Konzepte erstellt und großzügige helle Räume gesucht. Im Mai 2017 eröffneten wir endlich voller Glück und Stolz die Pforten für 25 Kinder, die hier nun täglich spielen, staunen und lernen können. Abeona arbeitet interkulturell offen auf Basis der Waldorfpädagogik mit musikalisch-künstlerischem Schwerpunkt.
Unsere Einrichtung soll ein Raum sein, in welchem die Kinder sich individuell und ganzheitlich hinsichtlich ihrer Begabungen, Neigungen und Interessen in ihrem eigenen Tempo entwickeln können. Um diesen Weg gehen zu können, begleiten die Waldorf-Pädagog*innen die Kinder achtsam, sind ihnen kompetente Vorbilder und bieten ihnen Orientierung, Halt und die Chance zum Lernen. Wir sehen es als Verantwortung an, die Kinder in ihrer Entwicklung liebevoll und aufmerksam zu begleiten und ihnen einen schützenden Raum zu bieten, in welchem sie eine glückliche Kindheitszeit erleben können.
Räumlichkeiten
Unsere Räume ermöglichen Entdecken, Staunen und selbstständiges Spiel – ganz nach Loris Malaguzzi, »der Raum ist der dritte Pädagoge.«
Unsere Räumlichkeiten befinden sich in der Elsenstraße 41, 12435 Berlin, direkt am ehemaligen Mauerstreifen, nur wenige Minuten von Neukölln entfernt. Die Buslinien 104 und 171 halten in unmittelbarer Nähe und vom S-Bahnhof Treptower Park läuft man ca. 10 Minuten.
Pädagogik
Unsere pädagogische Arbeit verbindet Elemente der Waldorf-Pädagogik mit den Anforderungen des Berliner Bildungsprogramms — das Kind als Ganzes im Blick.
Waldorf-Grundlagen
Unsere Arbeit gründet auf der Waldorf-Pädagogik Rudolf Steiners: das Kind in seiner Ganzheit zu sehen und seine Entwicklung in eigenem Tempo zu begleiten. Lernen geschieht durch Nachahmung und Vorbild — durch das Erleben, nicht durch frühzeitige Vermittlung von Inhalten.
Tagesrhythmus
Ein strukturierter, wiederkehrender Tagesrhythmus gibt den Kindern Stabilität und schafft Vertrauen. Freispiel, gemeinsames Frühstück, Kreis, kreatives Gestalten und Außenzeit wechseln sich in fester Folge ab.
Musik und Künste
Musik ist in unserem Alltag allgegenwärtig: Morgenkreis, Fingerspiele, Lieder und Reigen gehören zum täglichen Erleben. Plastizieren mit Bienenwachs, Malen und Werken fördern die künstlerische Entwicklung der Kinder.
Entwicklungsbereiche
Wir fördern die Kinder in ihrer emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Entwicklung sowie in ihrer Kreativität und Resilienz.
Berliner Bildungsprogramm
Unser pädagogisches Konzept erfüllt die Anforderungen des Berliner Bildungsprogramms und verbindet diese mit den Prinzipien der Waldorf-Pädagogik.
Wir haben einen Garten und wenn wir treulich warten und wenn wir wacker gießen, dann sprossen und dann sprießen die Kapuziner, zart und klein, auf schlanken, schwanken Stengelein, die grünen Blätterteller so rund als wie ein Heller, und wenn wir sie behüten, so tragen sie uns Blüten, die liebe Sonne hat's gewollt, nun flammt es feuerrot und gold.
– Marianne Graf
Team
Erfahrene, waldorfpädagogisch qualifizierte Erzieher*innen — unser Team begleitet die Kinder mit Kompetenz, Herzlichkeit und einem breiten Spektrum an Ausbildungen und Erfahrungen.
In unserem Team arbeiten mehrere erfahrene Erzieher*innen paritätisch zusammen. Alle verfügen über eine waldorfpädagogische Qualifikation, aber auch über ein Spektrum an weiteren Ausbildungen und Erfahrungen. Momentan arbeiten in jeder unserer beiden Gruppen jeweils drei Erzieher*innen. Weiterhin bilden wir Erzieher*innen aus und freuen uns über engagierte Jugendliche im Bundesfreiwilligen Dienst.
Ergänzt wird unser Team durch ein Eurythmie-Angebot und eines zur musikalischen Früherziehung. Unterstützung bekommen wir unter der Woche zudem von unserer Küchenfee und Raumpflegekraft mit Besen und Schrubber.
Unser Team führt regelmäßig Supervision und interne Evaluationen durch und arbeitet eng mit dem Vorstand in monatlichen Sitzungen zusammen. Die Erzieher*innen nehmen regelmäßig an Weiterbildungen und Workshops teil.
Verein
Kinderstube Abeona ist ein Gemeinschaftsprojekt — gegründet und getragen von Eltern, die Kita und Vereinsleben aktiv mitgestalten.
Geschichte
Gegründet 2016, eröffnet im Mai 2017 — aus einer Elterninitiative heraus.
Engagierte Eltern haben den Verein gegründet, Konzepte erarbeitet und ein ehemaliges Restaurant in der Elsenstraße 41 mit Berliner Senatsmitteln und vielen Helfern zur Kita umgebaut. Ein Projekt aus der Gemeinschaft — für die Gemeinschaft.
Trägerverein
Ein gemeinnütziger Verein, getragen von den Familien der betreuten Kinder.
Mitglieder sind während des Betreuungszeitraums in der Regel die Eltern — offen auch für andere Förderer. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Euro pro Mitglied mit Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
Selbstverwaltung
Eltern gestalten die Kinderstube aktiv mit — in Organisation und Entscheidungen.
Der Vorstand trägt die wirtschaftliche Verantwortung, das pädagogische Team verantwortet Konzept und Kinderwohl. Aufnahmen und neue Teammitglieder werden gemeinsam im Einvernehmen entschieden.
Elternmitarbeit
Elternmitarbeit ist Grundlage, nicht Extra — Voraussetzung für jeden Betreuungsplatz.
Jede Familie bringt ihre Stärken ein: in einem Arbeitskreis, bei Festen wie dem Sommerfest oder Laternelaufen, oder im Vorstand. Jedes Engagement ist gleichwertig.
Elternmitarbeit
Kinderstube Abeona ist eine Elterninitiative — das bedeutet: Elternmitarbeit ist kein Extra, sondern Grundlage. Jede Familie übernimmt zu Beginn des Kindergartenjahres Aufgaben in zwei Arbeitskreisen. Die Bereitschaft dazu ist Voraussetzung für den Betreuungsplatz.
Arbeitskreise
Instandhaltungs- und Garten-Kreis — Kleinere und größere Reparaturen, Möbel- und Bodenpflege, Gartengestaltung und Kooperation mit dem „Kuhfuß".
Feste-Sponsoring-Kreis — Planung und Durchführung der Jahresfeste: Laternelaufen, Adventsgärtlein, Sommerfest. Gebasteltes und Gebackenes inklusive.
Wäsche- und Näh-Kreis — Waschen von Handtüchern und Lätzchen (ca. alle 6–8 Wochen übers Wochenende), Ausbessern von Kostümen, Kissenbezügen und Nikolaus-Säckchen.
Einkaufs-Kreis — Wöchentlicher Einkauf nach Liste (montags), Brotbesorgung dienstags und donnerstags.
Weitere Aufgaben
- Putzen — Jede Familie reinigt ca. 2× pro Halbjahr an einem Wochenende die Kindergartenräume (3–4 Stunden, aufgeteilt auf zwei Familien).
- Projektarbeitstage — Bau- und Renovierungsprojekte, Außengeländegestaltung, Rixdorfer Weihnachtsmarkt.
- Freiwillige Patenschaften — Pädagogische Angebote, Öffentlichkeitsarbeit, Vorstandsarbeit.
Warum Elternmitarbeit?
Elterninitiativkitas leben von der Gemeinschaft. Im gemeinsamen Tun entstehen echte Verbindungen zwischen Familien und Erzieher*innen — und Kinder erleben, dass Erwachsene füreinander Verantwortung übernehmen. Jedes Engagement ist gleichwertig, ob Raumpflege oder Vorstand.
Mehr zur Organisationsstruktur und zur Rolle des Vereins im Abschnitt Verein.